Zum Jahresausklang 2020

In keinster Weise bin ich eine Leugnerin von-was-auch-immer oder Verschwörungstheoretikerin … ABER, und das fiel mir schon ca. seit 2 Jahren vor Corona auf, es gibt keinen wirklichen öffentlichen Diskurs mehr – weder in den Nachrichtensendungen noch den sog. Talkrunden. Ich habe es früher genossen, dem Pro und Contra zu einem Thema von Fachleuten zuzuhören, eigene Schlüsse dadurch ziehen zu können und so mein Wissen zu mehren… Damit war schon vor Corona Schluss. In den betreffenden Talkrunden saßen plötzlich nur noch Leute, die der allgemein gewünschten Sicht auf den zu erörtenden Themenbereich entsprachen. Rede/Gegenrede? Weg. Und wenn denn doch jemand mit gegenteiliger Meinung zum zu bespechenden Thema anwesend war, wurde er/sie mit wenigen Sätzen abgekanzelt, leicht verspottet durch geschickt formulierte rein rhetorische in den Raum gestellte Fragen und mundtot gemacht.

Wenn man umfangreichere Informationen haben wollte, musste man selbst recherchieren, doch wer bitte macht das schon? Wer bitte hat die dafür benötigte Zeit und Energie? Wir sind doch alle daran gewöhnt, das Fernsehen an zu machen und gut auf dem Laufenden gehalten zu werden! Redakteure, Journalisten, Medien die doch als vierte Macht im Staat einen Bildungsauftrag haben, sind verkümmert zu… ja, zu was eigentlich?

Ich habe da mal gegoogelt, was dazu im Netz zu finden ist, das hier ist nur ein kleiner Auszug:

„Funktionen der Massenmedien

Das politische System der Demokratie schreibt den Massenmedien verschiedene zentrale Funktionen zu. Sie sollen

  • so vollständig, sachlich und verständlich wie möglich über das öffentliche Geschehen berichten (Informationsfunktion);
  • ein Forum sein für die freie und offene Diskussion der Fragen von öffentlichem Interesse und durch eigene Kommentierung an der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung mitwirken (Meinungsbildungsfunktion);
  • sich an der Kontrolle der Politik beteiligen, indem Missstände, zum Beispiel des Ämtererwerbs und der Amtsführung, aufgedeckt und kritisiert werden; ferner auch auf Missstände in Gesellschaft und Wirtschaft aufmerksam machen (Kritik- und Kontrollfunktion).“

Quelle: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/politikwirtschaft/artikel/medien-als-vierte-gewalt#

Ich bin in dem festen Vertrauen darauf groß geworden, dass es genauso ist. Dass mir im TV alle zur Verfügung stehenden Informationen zusammengefasst präsentiert werden, damit ich mir ein Bild von dieser Welt machen kann.  Unvergessen für mich die Abende, an denen Peter Scholl-Latour mir berichtete von selbst beobachteten Wirklichkeiten in Kriegsgebieten, Zusammenhänge politischer Entscheidungen – fesselnd waren sie.

Gabriele Krone-Schmalz, die Russland-Kennerin, die mir in vielen hochinteressanten (Streit-)Gesprächen Blicke hinter die Kulissen ermöglichte,  um nur diese beiden Namen zu nennen.

Und nun findet schleichend, kaum bemerkt und darum so gefährlicher, weil vor dem Bewusstsein der großen Masse verborgen, eine Veränderung statt, die mich beunruhigt…

Ich mag zwar leise geworden sein und zurückgezogen, doch nicht minder aufmerksam.

Mir ist bei all dem nicht wohl, ich fühle mich keineswegs umfangreich informiert und daher auch nicht zu einer Entscheidung befähigt, die zu meinem Wohl und dem anderer gereichen könnte.

Wie konnte es zu einer solchen Veränderung kommen? Was ist mir entgangen? War ich zu abgelenkt vom eigenen „kleinen“ Alltag, der doch so immens riesig und nicht zu bewältigen erscheinen kann?

Gut, ich bin eines dieser sog. Kleinen Lichter, doch viele kleine Lichter verursachen gemeinsam einen leuchtenden Weg, der uns durch alle Unbillen,  Dunkelheiten oder Abgründe zu führen imstande ist.

2020 – es bleibt jedem auf dieser Erde als ein Jahr in Erinnerung, in dem der Umbruch begann… Umbruch wohin, weshalb, mit welchen Konsequenzen behaftet und welche „neue Welt“ schaffend?

Viele kluge Stimmen sind in der virtuellen Welt zu finden gewesen, doch viele davon sind verstummt, weil ungewollt – als bremsend empfunden. Viele neue kluge Stimmen erheben sich jedoch weiterhin und da ich deren Vielfalt, Diskussionsfreude und spezielles Fachwissen anderswo nicht mehr finde, werde ich sie auch in 2021 zu finden bemüht sein –

Um meine unantastbare Würde, mein Recht auf freie Meinungsäußerung und die Unverletzbarkeit meines Körpers auch in der Zukunft gewahrt zu wissen.

So wünsche ich nun allen, die diese Zeilen lesen (es werde nicht viele sein) für das, was noch kommen mag, eine starke innere Mitte und einen dort beheimateten, nie verlöschenden Kraftquell.

Alles schwingt!

Herzlichst,

Petra

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Alles wird gut

Ende Juni 2020 wird sich die Adresse meiner Webseite in die kostenfreie Version zurückwandeln:

https://www.gefuehlsgeschichten.wordpress.com

Alles andere bleibt unberührt – genau so, wie Du es kennst!

Meine Seite Gefühlsgeschichten pausiert ebenso wie meine SEELENSCHAUKEL bei Sofengo bis auf Weiteres aus gesundheitlichen Gründen.

Danke, dass Du vorbeischaust. Mache Dir keine Sorgen, es wird alles gut. Anders gut als bisher, ja. Aber gut.
Denn es ist immer „gut“, wir müssen nur lernen, das zu erkennen.

Alles Liebe Dir.

Petra, 26.02.2020

Ludwig Hirsch? Ja, er konnte auch Herzstreichler 🙂

Raum zum Fließen

Etwas Neues beginnt.

Nicht nur ein neues Jahr, in das man gut hineinrutschen soll, wie gut meinende Wünsche es formulieren.

Jeden einzelnen Tag beginnt etwas „neu“. Nicht nur der Tag selbst. WIR beginnen „neu“. Denn wir schaffen uns vom Moment des morgendlichen Erwachens an unseren eigenen Raum.

Raum zum Atmen – Raum zum Träumen – Raum zum Lachen –  Raum zum Spüren/Fühlen/Empfinden. Raum, um wir selbst zu sein. Zwischen all den Alltäglichkeiten und Banalitäten liegt es an uns, was und ob wir überhaupt etwas wahrnehmen

Unter all den Bürden des Tages liegt es an uns, ob wir bemerken, welch Schönheit uns umgibt. Was für Schwingungen jede neue Begegnung oder Situation in uns verursacht! Ist es Ablehnung? Abwehr? Zweifel? Sympathie? Desinteresse? Scheu? Scham? Freude? Ein Lachen aus dem Bauch kitzelnd? Ein Impuls, diesen Augenblick festhalten zu wollen? Ist es pure Liebe, für einen flüchtigen Moment wahrhaftig und tief empfunden?

Was immer es sein mag, es kommt aus uns! Wir sind es, die, wenn all unsere Sinne auf Empfang geschaltet sind, jede Stunde neu, überraschend und ehrlich erspüren und sie an unserem innersten Kern modellieren lassen können.

Selbst Zeiten voller Schmerz, Verzicht und Krankheit gehören dazu. Ja, im Grunde ganz besonders DIESE Erfahrungen formen uns. Wir haben nur eine Aufgabe bei all dem:

Uns und allem, was ist, Raum zu geben zum Fließen.

Räume, in denen keine Barrieren aus Angst und Furcht existieren. Denn sie wären sinnlos – Was immer geschehen soll, geschieht trotzdem. Trotz dieser manifestierten Hemmungen unseres Selbst. Wir können nichts ändern, was geschehen wird – Wir können allerdings eines ändern: Unsere Sicht auf das, was ist. Unser Verständnis für dieses große Ganze, dessen verschwindend kleiner Teil wir selbst sind.

Wenn wir es fließen lassen können; ohne Bewertung; ohne es in dauernden Bezug zu uns selbst zu setzen; ohne abgrundtief empfundenes Selbstmitleid;  wenn wir das können – jeden Tag ein klein wenig besser! – dann, ja dann sind wir angekommen im Fluss unseres Lebens.

Ich arbeite daran. Es ist schwer, aber es ist machbar! Es gehört das Loslassen-Können dazu, das Akzeptiere-was-ist, das Mach-das-Beste-aus-jedem-Moment.

Und dann ist er da, dieser Raum zum Fließen.  

Viele Herzgedanken, Petra

2. Januar 2020

Oh, du fröhliche…

Manchmal geschehen sie, diese kleinen und doch enorm wertvollen vorweihnachtlichen Wunder – Und gerade in dieser Zeit tun sie doppelt der Seele gut.

Da kommt eine Mail und im Anhang befindet sich etwas Selbstgezeichnetes zum Downloaden – Und das Strahlen setzt ein!

Da kommt ein Brief von ganz und gar unerwartetem Absender – Und sein Inhalt verstärkt das Strahlen um ein Vielfaches!

Da führt man ein Telefonat mit einem herzensnahen Menschen, in dem man einfach man selbst sein kann – Und das Strahlen krabbelt durch den ganzen Körper und quillt aus allen Poren!

Und das alles !!! an einem einzigen Tag!

Vielleicht war der Vormittag noch einer der grauen Sorte, an dem die Seele Tarnfarbe trug…

Vielleicht beherrschten noch diese allgegenwärtigen Sorgen und Kümmernisse das Denken und Fühlen, bis….

Ja! Bis!

Und die Seele legt das tarnfarbige Büßerkleid ab, schüttelt sich einmal kräftig, reckt die Arme in die Höhe und ….

Oh, du fröhliche ❤

Das Licht dieser Welt

Vor ein paar Tagen kam eine Textzeile zu mir, sie lautete: „Das Licht dieser Welt hat auf Restart gestellt“….

Und ich wusste, das wird zum ersten Gedicht seit vielen langen Monaten werden.

Es ist kein typisches Weihnachtsgedicht geworden, oder vielleicht doch? Mag sein, es trifft den tief verborgenen Sinn dessen, was wir eigentlich feiern mit der Geburt Jesu…

Egal, es ist typisch für mich – Für mein Denken und Fühlen, es ist authentisch und voller Lebenszuversicht.

Wem es gefällt, dem sei gesagt: Lade es Dir gerne herunter – Es wäre mir eine große Freude, wenn es eine kleine vorweihnachtliche Reise antreten würde. 

Im Herzen ein Riss

Ein Text, 2013 geschrieben und in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ veröffentlicht…

Und jetzt, sechs Jahre später, aus ganz anderen Gründen und resultierend aus völlig anderen Umständen, aktuell für mich wie selten ein Gedicht vorher.

Fühle Dich eingeladen, mir in meine Gedanken- und Gefühlswelt zu folgen…

 

Schau mir in die Augen, Kleines!

Niemand schreibt so geniale Geschichten wie das Leben selbst!

Wie dieses kleine wahrhaftige Erlebnis mit einem Eichhörnchen, das durch die Scheibe der Terrassentür schaute 🙂

Viel Freude beim Zuhören!

Magst Du es kommentieren? Oder weiterleiten? Gerne!

 

Das ultimative Geschenk

Nach vielen Wochen habe ich mal wieder „Laut gedacht“ und würde mich freuen, wenn Ihr meinen Gedanken direkt aus dem Bauch heraus folgen mögt

DAS ULTIMATIVE GESCHENK

Solltet Ihr es weiterleiten mögen, wäre das wunderbar, denn es darf viele erreichen, die es gerade dringend brauchen, Mut zugesprochen zu bekommen!

 

Und solltest Du darauf reagieren möchten, schreib mir einfach! Hier als Kommentar oder nutze das Kontaktformular!

Alles hat seine Zeit

IHR LIEBEN,

dieser Beitrag soll Euch darüber informieren, dass ich mein Buch TANZE DAS LEBEN – EINE WAHRE GESCHICHTE GEGEN DIE ANGST mit sofortiger Wirkung aus dem Buchhandel genommen habe.

Es war nun ein Jahr verfügbar, wiederum im Selbstverlag erschienen – diesmal bei TWENTYSIX – und ich habe mehrere triftige Gründe gehabt, es nicht weiter auf diese Weise veröffentlicht zu halten.

Ich werde mir reiflich überlegen, ob ich es dabei belasse, es evtl. überarbeite oder aber das Manuskript in aller Ruhe bei bekannten Buchverlagen anbieten werde.

Alles, was ich je geschrieben habe, war immer ein Teil von mir persönlich. Dieses Buch allerdings BIN ich zu 100 Prozent.

Ich werde in mich hineinhören, ob das Thema Schreiben und Verlegen damit für mich zu einem Abschluss gekommen ist – ob ich anderen Wegen die Chance geben sollte, zu mir zu finden – oder ob einfach Rückzug aus der kreativen Phase für diese momentane Lebenssituation richtig und stimmig sein könnte.

Diese Webseite wird ebenso Teil dieser kreativen nach-innen-lausch-Pause ein.

Dankeschön für das stete Interesse und die Begleitung auf meiner fast 10-jährigen Reise durch die Autorentätigkeit.

Alle anderen Bücher sind selbstverständlich weiterhin erhältlich:

ALLES BEGINNT IN DIR – TEXTE FÜR DIE SEELENSCHAUKEL:

https://www.amazon.de/Alles-beginnt-Dir-Texte-Seelenschaukel/dp/3738629572/ref=tmm_hrd_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1448056127&sr=8-1

GEZEITEN – Mit allen Sinnen auf Empfang

https://www.amazon.de/Gezeiten-Gef%C3%BChlsgeschichten-allen-Sinnen-Empfang/dp/3744851524/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1499326024&sr=8-1&keywords=Gezeiten+Petra+J%C3%A4hnke

GEFÜHLSGSECHICHTEN IM QUADRAT – 8 Wortbilder für die Seele

https://www.amazon.de/Gef%C3%BChlsgeschichten-Quadrat-Wortbilder-f%C3%BCr-Seele/dp/3744867536/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1502029387&sr=1-1&keywords=Gef%C3%BChlsgeschichten+im+Quadrat+Petra+J%C3%A4hnke

HÄUTUNGEN – Gefühlsgeschichten gegen den Strom

https://www.amazon.de/dp/3743137089/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1483087942&sr=8-1&keywords=H%C3%A4utungen+Petra+J%C3%A4hnke

WAS IST SPIRITUALITÄT? – Gespräche mit spirituellen Menschen — in dem ich eine von vielen bin, die ihre Sicht darauf erläutern durfte!

https://www.amazon.de/Was-ist-Spiritualit%C3%A4t-spirituellen-Fleckenstein/dp/395932099X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&qid=1476589194&sr=8-1&keywords=9783959320993&linkCode=sl1&tag=spireo-21&linkId=4f301c0e5138c3019d8f74b57727ad32

Und wenn es mich „überkommt“, werde ich vielleicht auch meinen „Hermann, der Standhafte“ und „Die Snörkels – Ein Märchen oder auch nicht“ nochmals neu überarbeitet bei BoD hochladen. Sollte dies geschehen, sende ich gerne eine kleine Info in die Runde!

Nochmals DANKE für dieses wunderbare, bereichernde, stark machende und Horizont erweiternde Jahrzehnt meines Lebens und für die vielen wunderbaren Kontakte, die ich dadurch knüpfen durfte, sowie die Handvoll wahre neue Freundschaften, die sich nie an der räumlichen Entfernung orientierten, sondern vielmehr an der Tiefe der Verbundenheit.

Es war mir eine Ehre, von Euch gelesen worden zu sein!

Euch allen gelten meine Herzgedanken!

Vergesst nur nie: ALLES SCHWINGT!

Eure Petra

Damp, d. 6.07.2019

 

Beitragsbild von Gerd Altmann auf Pixabay

Doctores, auf ein Wort!

Mein im September des letzten Jahres erschienenes Buch „TANZE DAS LEBEN – Eine wahre Geschichte gegen die Angst“ endet mit einem Appell an die uns behandelnden Ärzte, egal welcher Fachrichtung sie angehören. Ob diese Berufsgruppe jemals mein Buch in die Hand bekäme, bleibt eine vage Hoffnung – darum poste ich heute das Schlusskapitel dieses Buches auf meiner Website, um auf diesem Weg ein paar Leser mehr zu erreichen.

Danke für das Lesen, einen eventuellen Kommentar und besonderer Dank für jede einzelne Weiterleitung!

Zu guter Letzt

Es wurden in diesem Buch oftmals Szenen mit Ärzten beschrieben. Fast alle wurden für mich zum mir positiv zugewandten Partner auf dem Weg zurück in Richtung Genesung. Ich kann und muss hier an dieser Stelle ein wirklich von Herzen kommendes Dankeschön sagen für Ihre Menschlichkeit und Ihr fachliches Können. Wer wüsste besser als ich, was die Medizin zu leisten vermag. Von den wenigen Beispielen anderer Art habe ich nach reiflicher Überlegung wahrheitsgemäß erzählt, weil ich mir zweierlei davon erhoffe:

Zum einen möchte ich dir als Patient den Rücken stärken, du hast es gelesen.

Sei wagemutig, sei dir deiner eigenen Würde bewusst, sei mit Verstand und Herz der beste Anwalt deiner selbst.

Zum anderen erhoffe ich mir von Ihnen, sehr geschätzte Doctores, dass Sie bei all Ihrem medizinischen Wissen, bei all der immens großen Verantwortung, die Sie für Ihre Patienten tragen, bitte eines nie aus dem Auge verlieren:

Vor Ihnen sitzt ein von Kummer, Schmerzen und Krankheit arg gebeutelter Mensch. Bitte geben Sie sich und Ihrem kranken Gegenüber ein paar Minuten Zeit, wenn Sie sich nicht schon kennen. Zeit für die Geschichte, die jeder und jede von uns mit sich in Ihre Praxis bringt.

Um es in eines meiner geliebten „Wortbilder“ zu packen:

Schnüren Sie doch gemeinsam mit Ihrem Patienten dessen Rucksack auf, den er oder sie seit vielen Jahren mit sich trägt und stetig mit immer neuen Lasten befüllt hat.

Im Anfang war das Wort – Dieses Bibelzitat fällt mir gerade ein, weil es so treffend ist für den Beginn einer neuen medizinischen Beziehung zweier ungleich Wissender.

Ungleich, weil da ein kranker Mensch das Wissen um seine Defizite mitbringt und Sie als Mediziner das Wissen um Mittel und Wege zur Heilung haben. Im besten Fall kann sich ein Vertrauensverhältnis entwickeln, das auf einem immerwährend fortgeführten Gespräch auf Augenhöhe basiert.

Nichts davon ist Utopie, denn wir schaffen uns auch in dieser Hinsicht unsere Welt selbst. Sollten Sie als Mediziner dieses Buch in die Hände bekommen und es sogar gelesen haben, hoffe ich spätestens an dieser Stelle Ihrer Lektüre darauf, in Ihnen einen neuen „Utopisten“ begrüßen zu dürfen.

Von Sir Isaac Newton stammt folgendes Zitat: Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean. Ich möchte es in abgewandelter Form zum endgültigen Schlusswort dieses Buches machen.

Was wir bisher gewohnt waren zu tun, ist ein Tropfen, was uns zu tun offen steht, ein Ozean.

Petra Milkereit, im August 2018