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Sehnsucht und Suche nach dem Glück

Die BLUE 16 ist da!

Sie transportiert unter dem Thema

„Sehnsucht und Suche nach dem Glück“

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Elektronische Post

Was für eine Freude, er hat mir wieder geschrieben! Roman, der mir schon zig-mal gemailt hat, er hätte versucht, mich anzurufen und mich wieder nicht erreicht hat! Der arme Mann, das muss ihm doch über werden, oder?

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Ebenbürtig

Ebenbürtig

Ebenbürtige

Meister des Unausgesprochenen.

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Ein eBook und die Seelenschaukel

Wer meine Seiten im Netz hin und wieder besucht, der weiß, was mein Thema ist.

Gefühle und Emotionen, darüber schreibe ich, mittlerweile seit einigen Jahren schon. Gefühlsgeschichten eben 🙂

Ein paar Bücher gibt es schon und nach fast einem Jahr hat sich nun eines hinzugesellt.

„Alles beginnt in Dir – Texte für die Seelenschaukel“ ist der Titel und darin vereint sind Texte der letzten Zeit. Bis auf ein kleines Gedicht sind es diesmal nur Erzählungen, mal kürzer, mal länger.

Und zum ersten Mal verlasse ich meinen Weg der Printausgaben und biete dieses Buch als eBook an. Mittlerweile ist es überall dort erhältlich, wo es eBooks gibt und die nächsten Wochen werden sehr spannend für mich werden. Wird es Leser geben, die auf die elektronische Buchform zugreifen?

Ebenfalls seit erst kurzer Zeit gibt es meine offizielle Website Petra Milkereit

Dort findet sich eine Seite, von der aus zu allen eBook-Anbietern verlinkt ist:

Alles beginnt in Dir – Texte für die Seelenschaukel

Natürlich gibt es auch eine Printausgabe. Sie ist im Gegenteil zum eBook mit einem Wasserzeichen und einigen Bildern ausgestattet und ebenfalls über meine Website zu erhalten: Printausgabe der „Seelenschaukel“

Tja, und die Seelenschaukel selbst, die gibt es auch schon seit ein paar Monaten. Es ist mein Webinarraum bei edudip, in dem ich bisher alle zwei Wochen kostenfreie, themenbezogene Online-Lesungen anbiete.

Vielleicht kommst Du mal vorbei und wirst für einen Mittwochabend zum/zur Seelenschaukler/In? Oder Du liest einmal per Blick ins Buch hinein in die Texte für die Seelenschaukel? Ich freue mich, wenn meine Seelenschaukel, egal in welcher Form, Dein Interesse weckt!

Herzlichst, Petra

Geliebter Schweinehund

Mein innerer Schweinehund heißt Dojan. Dojan war und ist immer in meiner Nähe. Meist hält er sich dezent im Hintergrund, lümmelt sich uninteressiert in irgendeiner kuscheligen Ecke herum und gähnt bisweilen demonstrativ gelangweilt. Meinen Schweinehund bewusst zu erleben gelingt mir schon recht lange. In der Schulzeit ging es los. Wenn es Hausaufgaben zu erledigen galt, die ihm erschienen wie eine Zumutung für seinen hellen, wachen Geist, wurde er mir bewusst. Er setzte sich blitzschnell bei mir durch, ich nickte ihm zu, murmelte etwas wie „das ist ja alles lachhafter Kinderkram“ und ging meiner Wege. Meine Wege waren schon immer vielgestaltig. Es waren Wege im Herbst, die mich zum Drachensteigen-lassen führten (ja ehrlich! Ich habe das noch erlebt: mit ein paar Jungs und Mädels aus meiner Straße ab hinter den Deich und hooooch mit den selbstgebauten!). Oder sie führten mich in die herrlich große, lichtdurchflutete Scheune von Bauer Hinz, wo einige andere schon mit ihren Klampfen am Üben waren! Viele jedoch meiner frühen Wege waren von enormer Kürze: sie führten mich bis zu der weichen, zum Hineinsinken gemachten Couch meines Elternhauses und dort angekommen, betrat ich mit Winnetou und Old Shatterhand die Prairie, oder mit Hatschi Halef Omar und dem Effendi das Land der Skipetaren! ich las und ritt neben ihnen, wurde angeschossen, in Tipis gesund gepflegt und weinte beim Lesen, ohne Aufhören zu können. Unvergessliche Stunden! Glückliche Stunden! Dojan, so heißt der Hund von Kara ben Nemsi. Ich weiß nicht mehr, in welchem Buch er seinen Auftritt hatte, aber er war sofort ein Teil von mir. Dojan, komm … und er kam.

Später, als es mehr zu lernen galt als reinen Schulstoff, zog sich das brave Tier recht oft zurück in seine warme Ecke und beobachtete mich nur wachsam. Nur ganz selten – also wirklich kaum wahrnehmbar für mein Umfeld! – hatte er seine kurzen Einsätze. Wenn mein innerer Schweinehund mich lockte mit einem Spaziergang neben „ihm“, dem ersten Prinzen meiner Träume, oder wenn er mir zuflüsterte: geh doch an den See, es ist so schön heute, lass uns mit den Füßen im Wasser plantschen! Es konnte sich sehr unauffällig tarnen, das gute Tier. Kaum jemandem fiel es je auf. Dojan, der Inbegriff eines Hundenamens für mich damals. Dojan reagierte auf den leisesten Zuruf! Es reichte damals ein sachtes Klopfen meiner linken Hand an die Außenseite meines linken Beines, so wie „komm, Dojan, du wirst gebraucht!“ Zack, war er da – stellte sich mir in den Weg, schob mich mit der ganzen Kraft seines stattlichen Hundekörpers in eine andere Richtung.

Mein innerer Schweinehund meint es manchmal einfach nur gut mit mir, denn er kennt mich genau – und das seit Jahrzehnten. Sicher, er vertut sich auch hin und wieder. Springt herbei, wenn er gar nicht gebraucht wird, wenn ich ihn nicht gerufen habe – aber ich nehme ihm das nicht übel. Er und ich, wir verstehen uns durch Blicke und Gesten. Er hat lernen müssen, dass ich ihm keine Beachtung geschenkt habe, wie schön und intensiv er auch abgedrängt und weggeschoben hat. Gepasst hat es ihm nicht, aber er hat akzeptiert, dass immerhin ich von uns beiden der Chef bin. Er lernte stillzuhalten, wenn nötig. Ins zweite Glied zu treten, wenn es auch schwer fiel. Aber er wusste ja eines mit Sicherheit: ich liebe ihn auf eine ganz eigene, warme, mit mir selbst nachsichtige Art und Weise wie sonst nichts und niemanden auf der Welt!

Komm, Dojan, bei Fuß – lass uns weiterhin gemeinsam der Welt die Stirn bieten.

© Petra Jähnke, 9/2015

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Ich werde antworten!

Sonderlinge und Seltsamkeiten

Das Kreisen um sich selbst kann den Blick trüben auf Realitäten. Es kann die Selbst-Einschätzung der eigenen Ambitionen in völlig schrägem Licht erscheinen lassen und es kann von einer alles überstrahlenden, missionarischen Energie getrieben sein, die dem Umfeld erst recht spät auffällt. Eben weil die Außenwirkung den Anspruch auf allgemeine Gültigkeit erhebt, weil diese Selbstüberschätzung anfangs sehr beeindruckend herüberkommen kann.

Mit plakativem Halbwissen unterlegt und großer Überzeugungskraft transportierte Selbstbeweihräucherung ist dann besonders fragwürdig, wenn der sie Ausübende sich selbst damit erheben möchte über die anderen.

Wenn er seine Lebensweise als Maxime predigt, seine Lebenslehren als einzig prägende ansieht, seinen Glauben als einzig richtigen aufdrängen will. Mit allem, was so ein sich selbst umkreisend Wissender fokussiert, ist unterschwellig immer die Absicht verbunden, bekehren zu wollen. Doch nichts, was so überdimensioniert und eingefärbt vom angeblichen Herzblut daherkommt,  wird auf lange Sicht unenttarnt bleiben.

Irgendwann fällt auf, dass dort ein eigentlich armer Mensch sich nur selbst therapiert, sich als Kompensation auf imaginäre Sockel stellt und im Grunde ein hilflos Suchender des letzten Strohhalms ist.

Kennst du auch so jemanden? Ich dachte es mir.

Hast du mit ihm reden, wirklich einen Gedankenaustausch führen können? Nein? Ich auch nicht.

Wir sollten deswegen nicht an uns zweifeln.

Unter diesem einen Himmel gibt es viel Raum für alle Sonderlinge und Seltsamkeiten.

Wir müssen ja nicht unsere Zeit mit  ihnen verbringen 🙂

 

Denk dran: Alles schwingt!

©Petra Jähnke, 3/2015

 

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LIEBE ZU VIER PFOTEN

Hey Charlie, was ist? Lockt die Sonne dich raus?

Na dann komm nur, mein Mädchen, wir geh´ n mal ums Haus!

Ja ich weiß doch, das ging alles schneller vor Jahren,

als die Knochen noch nicht alt und  müde waren-

mach dir nichts draus! Uns Menschen ergeht´s

ganz genau so wie dir, wir jammern auch stets!

 

Hey Charlie, was ist? Was erschnupperst denn du?

Anregende Düfte verjüngen im Nu!

Deine Nase, sie glänzt ganz genauso wie immer

und deine Augen haben diesen strahlenden Schimmer!

Und dann hebst du den Kopf und du schaust mich an

mit Vertrauen und Liebe, wie ein Hund es nur kann!

 

Hey Charlie, was ist? Ach ja, du hast recht:

Das Wort Hund gewählt zu haben war schlecht!

Bester Freund passt eher, treuer Begleiter-

Komm  nur, wir gehen ein Stückchen weiter.

Mach langsam, mein Mädchen, ich pass mich gern an,

du hast das auch viele Jahre getan.

 

Hey Charlie, was ist? Wirst du bald gehen

und lässt mich dann hier ganz alleine stehen?

Die ewigen Jagdgründe warten auf dich,

doch ein wenig Zeit lass dir noch für mich!

Bist du müde? Na komm, dann gehen wir rein

und kuscheln ein wenig und schlafen dann ein.

 

© Petra Jähnke 2011, erschienen in „Der Koi (an) der Kü(s)ste“, 2012 im Lyrika Verlag

Von Inseln und Brücken im weiten Meer

Es war einmal eine kleine Insel mitten im weiten Meer. Sie fühlte sich sehr allein und schaute stets um sich, ob nicht andere Inseln auftauchen würden. So geschah es, das sich eines Tages neben ihr eine andere kleine Insel aus dem Meer erhob. Beide Inseln schauten sich an und wussten, sie würden gerne mehr voneinander wissen mögen – doch nur wie? Da begann die erst so einsame kleine Insel aus Holz und Treibgut eine Brücke zu bauen und die neue Insel sah es und begann ihrerseits mit dem Bau eines Teils dieser Brücke. So trafen sich die zwei Brückenteile bald und wurden zu einer festen Verbindung zwischen ihnen.

Sie erzählten einander von all dem, was sie ohne den anderen erlebt hatten – von Stürmen, die an ihnen rüttelten; von der großen Kraft des Meeres, die an ihnen formte; von der Schönheit, die auf ihnen blühte und gedieh; von der sengenden Sonne, wenn sie senkrecht am Himmel stand und keine Wolke vor ihrer Hitze schützte und vielem anderen mehr.

Nach und nach kamen neue Inseln hinzu. Sie erhoben sich schnell und voller Stolz oder zögerlich und furchtsam um sich blickend aus der Weite des Meeres. Und auch diese Inseln begannen, Teile von Brücken zu bauen aus allem, was sich dazu anbot. Manche bauten Brücken zu der ersten Insel, die so allein gewesen war, manche zu der zweiten, andere bauten zu beiden Stege. Auch zwischen den neu hinzugekommenen entstanden Verbindungen – viele waren sicher und Halt gebend, manche glichen nur notdürftig zusammengefügten wackeligen Brücklein, die schnell wieder brachen.

Allzu lange brauchte es nicht, bis ein ganzes Netzwerk aus Brücken und Stegen entstanden war.

Die erste Insel, die einst allein gewesen war, hatte an eigener Kraft gewonnen und sie trug ein prachtvoll blühendes Kleid aus den schönsten Blüten und Blumen. Einige ihrer neuen Brücken verbanden sie mit anderen Inseln, von denen sie Neues lernen konnte; denen sie gerne zuhörte und die sie dadurch weiter wachsen und gedeihen ließen.

Daher hatte sie nicht mehr so viel Sorgfalt auf die Verbindung zu ihrer Insel der ersten Stunde gelegt und sie sah, wie die Brücke zwischen ihnen nachgab und ins Wanken geriet. Auch die Insel am anderen Ende dieser wenig genutzten Wegstrecke sah mit Wehmut auf den beginnenden Verfall einstiger Stabilität. Doch beide wussten auch, dass nichts bricht, was man liebt. So gaben sie immer wieder genügend neues Baumaterial hinzu, um die Brücke zwischen ihnen zu erhalten. Sie sahen aber auch, dass andere Verbindungen einstürzten, manche sogar sehr abrupt und ohne neuerliche Bauversuche.

Sie erkannten, dass nichts von Dauer ist auf dieser Welt. Keine Insel würde es ewig in unveränderter Form geben; keine Verbindung alle Stürme des Lebens überdauern. Und sie lernten, dass Brücken zwar lange halten können, man aber stets etwas für ihre Festigkeit muss, wenn man die anderen nicht verlieren will.

Inseln gründen und erwachsen aus dem sich aufwölbenden Boden des Meeres, das sie unentwegt umspielen wird bis zu dem Tag, da es sie überspülen und mit sich reißen wird.

So lernten sie zu erblühen in all ihrer Schönheit und Brücken zu bauen zwischen sich und den anderen, um jeden Tag als neues Jetzt zu feiern, denn das Gestern ist versunken und das Morgen nur eine Idee.

© Petra Jähnke, 26.01.2015

Alles schwingt!

 

 

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SCHAUMSCHLÄGER

Man trifft sie überall,

diese Menschen, die nur reden –

Die wie unter Strom erscheinend

ihre Luftblasen produzieren,

unter denen man kurzfristig

zu ersticken glaubt –

so vereinnahmend und

überrollend kommen sie daher.

 

Sie tragen ihre Defizite,

getarnt hinter lautem Lärm um nichts,

durch ihre Tage

und sie treten dir zu nah,

ohne es zu registrieren.

Sie sind an den eigenen

Unzulänglichkeiten

gescheitert und kaschieren

ihre Angst vor der eigenen Schwäche

durch lautes Gehabe.

 

Sie schlagen Schaum mit fast jedem Wort,

machen mehr aus sich selbst

und allem, um sich herum,

um größer, stärker und

klüger zu erscheinen –

im Grunde nur

 für ihr eigenes

Selbstwertgefühl.

 

© Petra Jähnke, 11/2014

 

Alles schwingt! Petra

 

Wer jetzt auf einen passenden Musiktitel gespannt ist – den muss ich enttäuschen…

DAZU fiel mir nun wirklich keiner ein:-(

Solltest Du eine Idee haben, dann schreib sie mir! Danke!

Seelenstreichler

Manch ganz Unscheinbares entpuppt sich als ein Seelenstreichler.

Ein Blick im Vorübergehen in lächelnde, fremde Augen.

Ein Schmerz, der sich leise verabschiedet und dir bewusst macht, dass er Vergangenheit ist.

Ein Musikstück zur rechten Zeit, das deine Stimmung auffängt und aufhellt.

Eine Wolkendecke, die sich teilt und den Sonnenstrahlen den Weg frei macht, sodass sie wie ein Fächer aus Licht auf die Erde fallen.

Ein Duft von irgendwoher, der dich erinnert an eine ganz besondere Sekunde in deinem Leben.

Ein Freund, den du unvermutet triffst und der dir entgegen kommt mit weit ausgebreiteten Armen.

Ein Umschlag, der dich erreicht und in dem etwas ist, von dem du gesprochen hast, sagtest du hast es nicht – und nun kommt es zu dir.

Ein sanftes Hände-berühren so im Vorübergehen von dem Menschen, der deinem Herzen nahe ist – einfach so, ohne Grund.

Ein „Wie fühlst du dich?“, wenn du es selbst eigentlich gar nicht recht weißt und durch diese Frage spürst, da kennt dich jemand sehr gut.

Eine Antwort auf deine Mail, die spät in der Nacht noch kommt und dir dadurch zeigt, wie wichtig du dem anderen bist.

Es gibt so viele kleine Zeichen eines Tages – schau genau hin, wenn du wieder einmal meinst, der Himmel sei nur grau. Er ist es nicht.

Foto copyright by Zwilling

Alles schwingt!

Petra

 

 

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