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Valentinstag

Valentinstag, das steht für mich nicht für Konsum.
Und das verdanke ich meinem Papa!
Er wurde stolz 87 Jahre alt, davon war er die letzten 8 Jahre allein, denn meine Mutti war ihm vorausgegangen.
Und so wurde ich, seine Jüngste, sein „Valentinchen“:-)
Er zog sein Ritual weiterhin durch, obwohl „sweet valentine“ (meine Mama) nicht mehr bei uns war:

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Ein eBook und die Seelenschaukel

Wer meine Seiten im Netz hin und wieder besucht, der weiß, was mein Thema ist.

Gefühle und Emotionen, darüber schreibe ich, mittlerweile seit einigen Jahren schon. Gefühlsgeschichten eben 🙂

Ein paar Bücher gibt es schon und nach fast einem Jahr hat sich nun eines hinzugesellt.

„Alles beginnt in Dir – Texte für die Seelenschaukel“ ist der Titel und darin vereint sind Texte der letzten Zeit. Bis auf ein kleines Gedicht sind es diesmal nur Erzählungen, mal kürzer, mal länger.

Und zum ersten Mal verlasse ich meinen Weg der Printausgaben und biete dieses Buch als eBook an. Mittlerweile ist es überall dort erhältlich, wo es eBooks gibt und die nächsten Wochen werden sehr spannend für mich werden. Wird es Leser geben, die auf die elektronische Buchform zugreifen?

Ebenfalls seit erst kurzer Zeit gibt es meine offizielle Website Petra Milkereit

Dort findet sich eine Seite, von der aus zu allen eBook-Anbietern verlinkt ist:

Alles beginnt in Dir – Texte für die Seelenschaukel

Natürlich gibt es auch eine Printausgabe. Sie ist im Gegenteil zum eBook mit einem Wasserzeichen und einigen Bildern ausgestattet und ebenfalls über meine Website zu erhalten: Printausgabe der „Seelenschaukel“

Tja, und die Seelenschaukel selbst, die gibt es auch schon seit ein paar Monaten. Es ist mein Webinarraum bei edudip, in dem ich bisher alle zwei Wochen kostenfreie, themenbezogene Online-Lesungen anbiete.

Vielleicht kommst Du mal vorbei und wirst für einen Mittwochabend zum/zur Seelenschaukler/In? Oder Du liest einmal per Blick ins Buch hinein in die Texte für die Seelenschaukel? Ich freue mich, wenn meine Seelenschaukel, egal in welcher Form, Dein Interesse weckt!

Herzlichst, Petra

Zeit der Liebe

„Noch eine gute Woche bis zu diesem furchtbaren Fest!“ dachte sie. Sie stand am Fenster und schaute über die Dächer dieser grauen Stadt, an diesem grau-trüben Tag.

„Was sehe ich eigentlich?“ fragte sie sich selbst. Sie sprach oft mit sich seit diesem Tag, der nie hätte sein dürfen – der ihre Welt binnen Minuten verändert hatte. Eben noch war doch alles gewesen, wie es immer war… Und dann, plötzlich, schlug das Schicksal zu. Sie sieht ihn täglich noch vor sich, am Küchentisch sitzend, die Tageszeitung vor sich, die Brille auf der Nasenspitze und er über sie hinweg schauend, wenn er nicht weiterlas, um mit ihr zu reden.

Mitten in dieser für ihn typischen Haltung weiteten sich seine Augen, er rang nach Luft, seine linke Faust schlug panisch auf seine Brust und…

sein Lebensbuch schloss sich in dieser Sekunde, die alles verändernd-alles entscheidend- alles zerstörend war.

Seitdem ging sie durch ihre Tage wie hinter einer Wand aus Glasbausteinen. Licht fiel zu ihr herein, Umrisse und Schemen nahm sie wahr, aber klare Sicht und Luft zum Atmen waren Mangelware geworden.

Sie funktionierte nur, war reduziert auf die Vergangenheit, auf ihre Trauer, auf diesen fast körperlich zu spürenden, nicht nachlassenden Schmerz der Leere.

„Was ist Leere?“ fragte sie sich laut. Ihre Stimme war dabei so leer, wie der Sinn des Wortes, das sie zu verstehen bemüht war.

Ihr Blick hatte sich längst verfangen in den tiefhängenden Wolken über den fad-farblosen Dächern. Augen, die nichts festhielten, in dem Glauben, es gäbe nichts mehr, das es wert sei genau angeschaut zu werden.

Erinnerungen standen um sie herum, dichtgedrängt und raumgreifend…

„Was ist Liebe?“ Diese sich selbst laut gestellte Frage ließ sie hochschrecken aus ihrer Lethargie. Wo kam sie her, diese als unverschämt unpassend zu empfindende Frage!

Sie kam nicht dazu, deren Herkunft zu klären, denn die Antworten schoben sich aus den sie umringenden Erinnerungen hervor – Antworten, die nur in ihnen zu finden waren.

Wortfetzen, seine Stimme, lachend, foppend, Sonnenlicht über einer blühenden Wiese, seine Hand durch ihr Haar streichend, fröhliches Winken bei der Heimkehr, engumschlungen sich wiegend zum Takt ihrer pochenden Herzen.

Ein leises Lächeln glitt über ihr Gesicht, ausgelöst durch diese Antworten aus der Vergangenheit. Kinderstimmen mischten sich hinein in diese Blitzlichter des hinter ihr liegenden Lebens und ihr wurde klar, dass diese Stimmen immer noch um sie waren. Gereifter, erwachsener, aber DA – Teil des Lebens, heute, jetzt. Stimmen, die fast täglich zu ihr fanden, per Telefon oder durch ein Klingeln an ihrer Tür. Nicht wirklich wahrgenommen von ihr in ihrer Wertigkeit, Wichtigkeit, Ehrlichkeit, Liebe.

In einer guten Woche, so nimmt sie sich fest vor, wird sie sich Mühe geben, sie zu spüren und noch mehr Mühe, sie zu zeigen. Eine ganze Woche noch Zeit, um sich wieder zu erlauben, es in sich zu fühlen: Zeit der Liebe findet immer noch statt. Und sie begleitet uns sogar, wenn sich unser eigenes Lebensbuch schließt.

Vergesst nie: Alles schwingt!

Petra, im Dezember 2014

 

 

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
Ich werde antworten!

 

 

 

MÄRCHENLAND

Geh´ wie im Traum an deiner Hand

durch dieses weiße Märchenland.

Aus dicken Wolkenkissen droben

schweben Flocken sanft zu Boden.

Spür´ intensiv diese Magie –

fühle sie stark, so wie noch nie.

 

Vor meinem inneren Aug´ entsteht

ein Bild, ganz schnell ist es verweht…

Doch das Gefühl, dazugehörend,

legt sich um mich, fast wie beschwörend.

Zaubert Vergangenheit herbei,

fühle mich jung und stark und frei!

 

Spüre in mir den Übermut,

die Freude und die Lebensglut!

Wie früher, an noch andrer Hand,

bin ich sorgenfrei im Kinderland.

Und du, der meine Hand nun hält,

machst, dass ein Stern vom Himmel fällt.

 

©Petra Jähnke

 

 

 

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