Schlagwort-Archive: Lebenskraft

Was ist wichtig im Leben?

Diese Frage stelle ich mir immer wieder. Ist es Geld? Nur bedingt. Wenn es unseren ganz normalen Lebensunterhalt decken soll, dann ist es wichtig. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine Dreingabe – angenehm, aber nicht wichtig.

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Gefühlsgeschichten – erweitert und überarbeitet

Seit kurzem vereint meine Seite „Gefühlsgeschichten“ alles in sich, was sich unter dieses Thema einreihen lässt:

Zusätzlich zu meinem Blog sind einige statische Seiten entstanden:

  • Alles beginnt in Dir – war einmal eine autarke Webseite von mir, deren beste Textbeiträge sich nun hier wiederfinden.
  • Der Schmunzelbereich war bislang Teil meiner persönlichen Seite petra-milkereit.de, fügt sich aber hier sehr viel passender ein.
  • Eine Übersicht über meine Bücher gehört ebenso dazu, denn alles, was ich schreibe, sind nun einmal Gefühlsgeschichten!

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Sorgsam

Sorgsam

 

Geh sorgsam mit mir um, mein Herz.

Spiel nicht mit mir und meinen Gefühlen.

Was für dich Spaß, wär für mich Schmerz.

Sei echt und wahr bei deinem Zielen

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Weg zu den Sternen

Weg zu den Sternen

 

Las all die Jahre vom Glück in vielen Büchern.

Ließ mein Herz darin baden, meine Seele dorthin entfliehen.

Lebte Träume von anderen, tauchte ein in fremde Welten,

deren Wahrheiten jedoch nie in meinem Alltag einziehen.

 

Hörte Melodien von tausend Stimmen und Instrumenten.

Tonfolgen, die mich trugen und auf denen ich flog wie der Wind.

Lauschte Gesängen, die von der Heimat in sich selbst sprachen,

die ich doch nie bisher kannte, außer damals, als Kind.

 

Lebte nie mein eignes Leben, lebte für jeden und alle.

War im Hintergrund stets auf dem Sprung – auch für dich.

Schickte meine Seele auf Reisen, um dem Glück zu begegnen.

Jeder neue Fehlschlag auf der Suche wurd im Innersten zum Stich.

 

Hab den Pfad zu den Träumen vor kurzem erst betreten.

Präge Spuren meines Daseins,  fand den Mut dazu spät.

Komm und halt meine Hand auf dem Weg zu den Sternen,

weil sich´s im doppeltem Glück freudiger geht.

 

© Petra Jähnke 2015

Dieser Text ist bisher nur als Video erschienen, wird aber irgendwann in das Buchprojekt einfließen, an dem ich zu arbeiten beginne 🙂

 

 

Der Weg zu den Sternen, den eigenen inneren Sternen ist der prachtvollste, den MENSCH gehen kann!

ALLES SCHWINGT!

 

Herzlichst,

Petra

Lady

LADY

 

Ein paar graue Haare, ein paar Pfund zu viel-

um die Augen die ersten Falten-

Doch endlich erprobt im Lebensspiel,

nicht mehr willig, den Mund zu halten.

 

Ich weiß, wer ich bin und bin es mir wert,

meinen Raum mit mir selbst auszufüllen.

Von dem einen übersehen?

Von dem andren begehrt?

Ich lächle darüber im Stillen.

 

Nicht jedermanns Liebling,  nur manchem ein Freund-

Und mein Herz nur  gezielt verschenkend-

unnütz nach Liebe hechelnd herumgestreunt,

nun aber selbständig denkend!

 

Nicht mehr angreifbar durch schmachtende Blicke-

Selbst abschätzende Blicke aussenden!

Und wenn´s sein muss, geb ich gerne die Zicke,

um  nicht Gewolltes schnell zu beenden.

 

Zur Verfügung  steht mir die ganze Palette

vom menschlich möglichen Sein-

Und wenn ich den Weg in die Jugend zurück hätte:

Ich sagte voll Inbrunst „Nein“!

 

Geschichte die Zeiten, als es hieß: „Hey Baby,

na komm, geh´n wir zu dir oder mir?“

Den Kokon abgestreift, geschlüpft: die Lady-

Mein Hoheitsgebiet ist HIER.

 

©Petra Jähnke 2011

veröffentlicht in „Der Koi (an) der Küs(s)te – Lyrische Gefühlsgeschichten in der Sprache des Herzens“

 

 

Die „Lady“- eine mir sehr sympathische Frau 🙂

Denn: ALLES SCHWINGT!

Herzlichst,

Petra

Sternenstaub

Sternenstaub

Jenseits von heute, im Lande von Morgen,

da wartet auf dich, was du willst.

Heute nur gibt es den Kummer, die Sorgen,

doch morgen, da handelst und stillst

du dein Verlangen nach Glück und Erfüllung,

denn du öffnest dein Traumland ganz weit-

es wird für dich sein wie eine Enthüllung,

wie die Rückkehr einer vergessenen Zeit.

Sag nicht, das geht nicht, sage: ich glaub!

An rings um mich niederfallenden,

alles bedeckenden,

feinsten und glitzerndsten

Sternenstaub.

In dir liegt die Macht, ihn entstehen zu lassen.

Erinnere dich daran, wie es geht.

Du musst nur in deinen Erfahrungsschatz fassen

und weißt wieder, wie er entsteht!

Räum den Müll beiseite, der den Weg blockiert,

entzünde ein Flutlicht beim Suchen-

wer niemals das Schauen in sich selber riskiert,

kann den Flug in das Morgen nicht buchen!

Sag nicht, das geht nicht, sage: ich glaub!

An rings um mich niederfallenden,

alles bedeckenden,

feinsten und glitzerndsten

Sternenstaub.

©Petra Jähnke 2011

veröffentlicht 2012 in „Der Koi (an) der Küs(s)te – Lyrische Gefühlsgeschichten in der Sprache des Herzens“

Als dieses Video online verfügbar war, hat es nur wenige Tage gedauert, um über 700 Zugriffe zu haben. Mittlerweile sind es über 13oo und ich möchte an dieser Stelle Dankeschön dafür sagen!

Wieder einmal, wie so oft, bestätigt sich mein „ALLES SCHWINGT“!

Das Spiel des Lebens

Das Spiel des Lebens

 

Zwei Augenpaare streifen sich…

„Na du, ich inspiziere dich“   !!!

„Ich schaue ebenfalls genau…

-Seh eine wohlgerat´ne Frau..:-)“

..und ich ´nen interessanten Mann-

Ich bleibe steh´n und schau ihn an!

 

Schau ihm direkt in sein Gesicht,

er schaut zurück! Ich fass es nicht!

Ich senke meinen Blick zur Seite-

Seh noch dies Lächeln, dieses breite!

Schau für Sekunden noch mal hin,

hab schon so dies und das im Sinn,

werd´ unsicher und auch leicht rot,

krieg ansatzweise Atemnot—

 

Da sagt er doch ein Wort zu mir!

Von Kopf bis Sohle ich gefrier!!!!!!

Bin sonst doch cool und auch so taff!

Die letzte Kraft zusammenraff´,

antworte passendes! Zum Glück

weicht er nicht gleich vor Schreck zurück…

 

wir plaudern unverfänglich-locker

( ich denk nur: wow, ich fall vom Hocker!)

Ja klar, ein Kaffee darf´s ruhig sein,

die Unterhaltung schläft nicht ein-

wie zufällig berührt sein Arm

den meinen! Himmel, wird mir warm!

Hypnotisiert häng´ ich an seinen

Lippen und er an den meinen…….

 

Dann streicht sein Finger – ohne drücken –

Ganz zärtlich meiner Hände Rücken,

fährt spielerisch zur Innenhand………

ins Nichts verschwindet mein Verstand!

Und alles weitere, Ihr Lieben,

ist zwischen ihm und mir geblieben—–

 

©Petra Jähnke 2011

veröffentlicht 2012 in „Der Koi (an) der Küs(s)te – Lyrische Gefühlsgeschichten in der Sprache des Herzens“

Das Bild, das diesen beitrag begleitet, ist auch im Buch diesem Text zugeordnet. Es heißt „mittendrin“ und wurde von Wolfgang Gemballa gemalt.

An dieser Stelle meinen alllerherzlichsten Dank an Dich, lieber Wolfgang: für Dein an mich glauben und Deine freundschaftliche Unterstützung!

Dieses Gedicht war eines meiner ersten, die ich begann in 2011 zu schreiben. Das kleine Video dazu war auf meiner früheren HP petra-jaehnke.de.tl zum allerersten mal verfügbar. 2014 habe ich es dem YouTube-Kanal hinzugefügt. Viel Spaß damit 🙂

 

Denn: ALLES SCHWINGT!
Herzlichst, Petra

Steppenwolf

STEPPENWOLF

Wieder einmal ist es Nacht, eine von vielen,  in denen er da steht –

unbeweglich wie aus Stein gehauen – der einsame Steppenwolf.

Auf seinem Aussichtspunkt hoch oben auf einem Hügel, über ihm der dunkle Nachthimmel und er nur ein Schatten, wie alles um ihn herum.

Grau ist er geworden, noch nicht alt, oh nein! Nur nicht mehr jung, nicht mehr so ungestüm wie früher. Kraft? Ja, die schlummert in ihm, wenn Gefahr droht für sein Rudel kann er sie mühelos mobilisieren. Wenn er etwas wittert, was seine Instinkte weckt, ist er hellwach.

Aber grau sein Pelz, grau sein Gemüt, grau sein Leben.

Sein Rudel ist weit hinter ihm, lagert gemeinsam an sicherem Ort. Er kann unbesorgt auf seinem Wachposten stehen und träumen. Mit offenen Augen träumt er, während er die Landschaft unterhalb genauestens fixiert, ihm keine Bewegung entgehen würde, wenn es eine gäbe. Denn seine Pflichten kennt er,  sie sind ihm in Fleisch und Blut übergegangen.

Sein Weibchen, früh gefunden – seine Kinder, für alle hat er vorbildlich gesorgt. Hat sie ernährt, beschützt, sichere Lagerplätze gesucht in den Nächten. Hat sein Terrain verteidigt und ist weite Wege gegangen mit seiner Sippe.

Doch in ihm tief versteckt, da ist er anders. Da verspürt er diesen Drang nach Abenteuer, nach einem neuen Beginn, nach einem überbordenden Wellenschlag seiner Gefühle.

Regungslos wie jede Nacht steht er da und wartet. Wartet auf ein Geräusch, dass er vor langem das erste Mal hörte, als er einem  Denkmal gleich auf seinem Hügel stand und träumte.

Die Wolkendecke reißt auf über ihm, ein paar Sterne blinken, der Mond wirft sein fahles Licht auf die Erde. Kühler Nachtwind streicht durch sein Fell.

Wie schon so oft hebt er die Nase in den Hauch, wittert nach etwas, dass er mit diesem zweiten Sinn erfassen möchte…

 

Da! Seine Ohren werden spitz, er dreht den Kopf ein wenig, lauscht.

Da ist es wieder, dieses weit entfernte Heulen. Kaum wahr zu nehmen, doch er hat es sofort erkannt.

Irgendwo, fast unerreichbar weit fort, steht eine Wölfin, wie er allein, in der Nacht und träumt.

Ebenso wie aus Stein gemeißelt eine Silhouette in  dunkler Nacht.

Den Blick erhoben zum Mond und alle Sehnsucht in ihren Rufen.

Er bläht seine Nasenflügel, hofft ihren Geruch wahrnehmen zu können – einmal wenigstens!

Doch der Wind trägt ihm nur diese sehnsuchtsvollen Töne zu, die er voller Inbrunst erwidert.

Und während sie auf die Antwort des anderen lauschen, um dann gefühlvoll selbst die Stimme zu erheben, träumt er sein Leben neu –

Spürt das Anspannen all seiner Muskeln, das federnd-mühelose Laufen durch den Mondschein, die lang entbehrte Leichtigkeit in sich drinnen, diesen unbändigen Wunsch eine letzte Wanderung zu beginnen.

Wolken verdunkeln den Mond, der ferne Ruf erstirbt –

Morgen, wenn er die Sehnsucht wieder erklingen hört, wird er nicht länger träumen, er wird den Hügel hinab laufen und die Steppe unter seinen Pfoten fühlen.

©Petra Jähnke 2012

veröffentlicht 2012 in „Jetzt erst recht – Gefühlsgeschichten“

 

Diese Geschichte war „da“, als ich das Bild des Wolfes sah… Ein lieber Freund hat es bei sich in der Wohnung hängen, es wurde – soweit ich mich recht erinnere – von einem Kriegsgefangenen des 2. Weltkriegs gemalt. Der Name ist leider nicht bekannt.

Doch nun macht sich dieses Bild schon seit 2012 in meinem zweiten Buch auf den Weg in die Welt und seit August 2016 auch als Video.

Und auch hier gilt: ALLES SCHWINGT!

Herzlichst, Petra

Schwerelos schwebend

Schwerelos schwebend

Nimm meine Hand, halte sie fest und folge mir-

Ich tauche in die warmen Fluten dieser Welt mit dir.

Hinab in die bläuliche Stille aller Ozeane,

in der ich den Ursprung allen Lebens ahne.

Um uns herum, da gleiten lautlos-elegant

und schwerelos geführt von Geisterhand

bizarrste Formen dieser Wasserwesen,

von denen wir sonst nur in schlauen Büchern lesen.

Als flögen sie den Vögeln gleich durchs nasse Element,

in einer Vielzahl, deren Namen keiner kennt.

 

Doch ihre Schönheit, Anmut und auch Farbenpracht

ist´s, was uns den auch hier herrschenden Kampf vergessen macht.

So still, so schwebend und so wundersam diese Magie-

Komm, folge mir ein Stück in diese Welt und erspüre sie.

Schau, wie diese Schatten geräuschlos um dich gleiten,

existent in dieser Unterwasserwelt seit ewig alten Zeiten.

Nur um des Seins willen vielfältig-schön in voller Pracht,

so gleiten diese Schemen durch die dunkle Wassernacht,

entfalten eine Farbenfülle in verschwenderischem Tun

und fordern alle unsere Sinne ohne auszuruhen.

 

Sieh- neben deiner kleinen Alltagswelt auf Erden,

da gibt es Welten, die nicht oft betreten werden-

Die anders sind, obwohl sie gleich dicht nebenan

ein jeder, der es nur will, entdecken kann.

Hineinzuschauen und zu staunen, das vergiss nur nie,

und sei`s auch nur in deiner Phantasie.

©Petra Jähnke 2011

 

veröffentlicht 2012 in „Der Koi (an) der Küs(s)te –

Lyrische Gefühlsgeschichten in der Sprache des Herzens“

 

Dieser Text entstand 2011 nach einem Besuch im Meereszentrum Fehmarn, von dem ich tagelang beeindruckt gewesen bin. Auch sämtliche Fotos dieses Videos sind dort von mir gemacht worden.

Und auch schon hier galt: ALLES SCHWINGT!

 

Vom ersten Eindruck und möglichen Überraschungen

Sie war nach Berlin gefahren, um ihre Freundin zu besuchen und bei der einige andere herzensnahe Mädels zu treffen. Und sie hatte ihren Koffer vollgepackt mit Büchern! Ihren eigenen Büchern!

Der bis dato zurückgelegte Lebensweg war alles andere als einfach, fröhlich, problemlos oder voller Gesundheit gewesen. Und nachdem sie die Fünfzig – eine Fünf mit ´ner Null,  unglaublich! – hinter sich gelassen hatte, begann sie zu schreiben. Doch diese Tatsache soll hier nicht das Thema sein.

Eines Abends im Garten des Hauses, wo sie zu Besuch war, wurde eine Lesung organisiert. Ihre Freundin hatte eingeladen zur Gartenparty plus Lyrik und es kamen ca. 20 Menschen. Gartenbänke und –tische standen arrangiert auf dem Rasen und in einer kleineren „Strandecke“ mit feinem Sand und einem Strandkorb versehen, stand sie mit ihren Büchern in der Hand. Sie las, sie erzählte dazwischen und sie war ganz bei sich. Voller Freude, dort im Sonnenschein zu stehen und ihre eigenen Gedichte vortragen zu können.

Einer der Gäste hatte sie, bevor die Lesung begann, gefragt, ob er filmen dürfe. Ok, wenn es denn privat bleiben würde, ja.

So weit, so gut.

Er filmte fleißig und er sah sie an, wie sie da im Sand stand und von Gefühlen las, als ob er gänzlich fokussiert auf sie sei. Ihre Freundinnen nahmen sie in der Pause beiseite und flüsterten etwas von „wie hypnotisiert“ schaue er und ähnliches und sie lachte, winkte ab und hatte es sofort wieder vergessen.

Doch dann, die Lesung war vorbei und sie saß zufällig neben dem Hobbyfilmer, kam es zu der absoluten Verblüffung dieses herrlichen Abends.

Er saß neben ihr, schaute immer noch wie fasziniert und sagte folgendes zu ihr:

Also, als ich dich bei der Ankunft hier im Garten das erste Mal sah, dachte ich „nun ja, eine leicht ältliche Frau, Durchschnitt, keines weiteren Blickes wert“

Doch als du da gestanden hast, barfuß im Sand, und begonnen hast zu lesen, zu erzählen, jeden dabei anzuschauen, Reaktionen aufzufangen und auf sie einzugehen, da dachte ich nur:

„Wow! Was ist das?! Was für eine großartige Frau! An dir im Alltag vorbei zu gehen, kann nur heißen, einen erstaunlichen Menschen übersehen zu haben.“

Er schaute immer noch recht ungläubig, bis sich die Runde langsam spät nachts auflöste und beim Abschied sagte sie zu ihm:

„Der erste Eindruck kann oft falsch sein, denn wir legen vorschnell unsere eigenen, vorgefertigten Maßstäbe an Menschen an, ohne ihnen eine Chance zu geben“.

 

Danach saß sie mit ihren Freundinnen beisammen, plauderte, alberte – und war im Innersten doch mehr berührt von dieser Äußerung, als sie zugeben mochte.

Als Ruhe eingekehrt war und sie allein war mit dem Sternenhimmel, dachte sie lächelnd nur eines:

„Wow! Ich bin mehr, als ich selber von mir wusste…“

 

Und seitdem weiß sie: ALLES SCHWINGT!

© Petra, 26.04.2016