Schlagwort-Archive: Verantwortung für sich selbst

Wieviel Schwäche hält eigene Stärke aus

Zweifel seit Jahren, immer wieder fortgewischt durch neue Hoffnung –

Stets aufs Neue im Keime erstickt und verzweifelt betrauert.

Kurzes Aufblitzen alter Gefühle, längst im staubigsten Winkel verwahrt –

Reflexartig aus Selbstschutz erneut zu Grabe getragen.

Fest der Liebe, der Harmonie, pfleglichst jedes Mal zu neuem Glanze poliert  –

stete Rückkehr alter Schatten und matter Stellen – Sisyphusarbeit.

Stärke für alle und alles, Stärke für sich selbst, Mutmacher-Sprüche –

Schwäche, kapitulierend im Angesicht der Ausweglosigkeit.

Lieder von Liebe, Melodien von Glück erzählend –

doch Worte und Taten als krasser Gegensatz.

Stärke, gehütet und genährt aus dem Bodensatz der Seele –

von Schwäche, dem steten Tropfen jeden Tages, ad absurdum geführt.

Kraftakte nötig zur Niederringung der Schwäche –

wie lange reicht sie, die aus sich selbst schöpfende Stärke…

 

 Alles schwingt… Petra

 

 

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Ich werde antworten!

 

SCHAUMSCHLÄGER

Man trifft sie überall,

diese Menschen, die nur reden –

Die wie unter Strom erscheinend

ihre Luftblasen produzieren,

unter denen man kurzfristig

zu ersticken glaubt –

so vereinnahmend und

überrollend kommen sie daher.

 

Sie tragen ihre Defizite,

getarnt hinter lautem Lärm um nichts,

durch ihre Tage

und sie treten dir zu nah,

ohne es zu registrieren.

Sie sind an den eigenen

Unzulänglichkeiten

gescheitert und kaschieren

ihre Angst vor der eigenen Schwäche

durch lautes Gehabe.

 

Sie schlagen Schaum mit fast jedem Wort,

machen mehr aus sich selbst

und allem, um sich herum,

um größer, stärker und

klüger zu erscheinen –

im Grunde nur

 für ihr eigenes

Selbstwertgefühl.

 

© Petra Jähnke, 11/2014

 

Alles schwingt! Petra

 

Wer jetzt auf einen passenden Musiktitel gespannt ist – den muss ich enttäuschen…

DAZU fiel mir nun wirklich keiner ein:-(

Solltest Du eine Idee haben, dann schreib sie mir! Danke!

November-Gedanken I

Der Trauermonat… in ihm liegen Feier- und Gedenktage wie Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag  und der Totensonntag, der einen Sonntag vor dem ersten Advent liegt und das Kirchenjahr beschließt. Mit dem Advent beginnt dann das neue Kirchenjahr, das Warten auf Weihnachten und die Geburt Jesu.

Gedenken an Gefallene, Verstorbene – für mich stehen diese Gedenktage für den Begriff des Abschiednehmens.

Abschied muss man als Mensch in vielfältiger Form nehmen und nicht immer betrifft es die Todesfälle in der Familie und im Freundeskreis. Der Tod ist die endgültigste Form des Abschieds, denn es bleibt einem keine Chance mehr, einem wie auch anders gelagerten „Abschied“ die Spitze zu nehmen, einen letzten Rettungsversuch zu starten.

Damit meine ich die Abschiede, die es im Leben immer wieder zu nehmen gilt: Gescheiterte Beziehungen und Ehen; Freundschaften, die sich auseinander dividieren. Ist es wirklich nicht möglich, dass sich zwei Menschen trennen, ohne einander weh zu tun? Und wenn es denn geschehen ist, dieses Verletzen-des-anderen – gibt es wirklich keine Worte wie „es tut mir leid“, „es war nicht so gemeint“ – keine Gesten, die der Trennung die Endgültigkeit und Schärfe nehmen? Die Achtung vor dem anderen, war sie nie Teil und Basis dieser wie immer auch gelagerten Beziehung?

Wir reden so unendlich oft und viel von Wertschätzung und Achtsamkeit – nur: leben wir sie auch selbst in unserem Alltag? Gehört das Verzeihen-können nicht automatisch in diese Reihe der menschlichen Fähigkeiten hinein? Wir werden mit all diesen inneren Gaben geboren, da bin ich mir sicher – mit Liebe, Verständnis, Nachsicht, Fürsorglichkeit, Nächstenliebe. Doch während wir erwachsen werden, müssen wir anderes lernen, um im Alltag dieser Ellenbogengesellschaft zu bestehen: Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Müssen wir? Gegen den Strom zu schwimmen mag anstrengend sein, aber es macht stark. Stark, um mit Menschlichkeit alle Klippen zu umschiffen.

Es gibt noch andere Abschiede in unserem Leben, die uns ganz allein betreffen, die „unsere persönlichen Abschiede“ sind. Wenn uns Krankheiten zwingen, unser bisheriges Leben zu überdenken und zu ändern, müssen wir lernen, einen Teil von uns in Liebe loszulassen.  Wenn die fehlende Gesundheit zu einem Teil von uns wird, uns einschränkt und unsere Wege umleitet, obwohl wir bisher ganz andere gingen mit viel größerer Energie – dann sind dies Abschiede, die wir in ihrer Endgültigkeit anzunehmen lernen müssen, um trotzdem ein zufriedenes Leben führen zu können.

Uns wurde nie ein Rosengarten versprochen und selbst wenn es so wäre, hätten die prachtvollsten, duftendsten Rosen zugleich die verletzendsten Dornen, denen wir tunlichst ausweichen müssten.

Der November bringt uns mit seinen grauen, kalten Tagen und der frühen Dunkelheit am Abend eine gewisse Melancholie, manchmal auch ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Verloren-sein. Wer kennt diese Momente nicht…

Ganz bei sich zu sein, Vergangenes zu bewältigen, Traurigem nachzuspüren, sich von Illusionen zu verabschieden, die letzten Träume zu hegen und zu pflegen – dafür ist er die rechte Zeit, dieser November. Er geht vorüber, wie auch unsere Neuorientierung im Innersten.

Denn: Alles schwingt!

Petra, im November 2014

 

 

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Es ist nicht wichtig

Es ist nicht wichtig,

wie alt du nach Jahren bist, wenn dein inneres Ich zeitlos ist und du dich immer noch wie ein Kind freuen kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob du Mann oder Frau bist, wenn du Menschlichkeit leben kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob dein Körper vom Leben gezeichnet wurde, wenn du nur deine Seele hast schützen können vor Verletzungen, die nie vergehen.

Es ist nicht wichtig,

wie lang oder kurz dein Leben auch bemessen sein wird, wenn du jeden Tag gelernt hast, die Wunder um dich herum zu sehen.

Es ist nicht wichtig,

wie viele Menschen du „Freund“ nennen kannst, wenn es nur die richtigen sind, die deinem Innersten nah kommen.

Es ist nicht wichtig,

was andere von dir denken, wenn du nur selbst weißt, wer du bist und warum du so bist.

 Foto copyright by Zwilling

Alles schwingt!

Petra

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EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5

Heute möchte ich meinen BLOG nutzen, um die Aufmerksamkeit von meinen Besuchern auf etwas zu lenken, an dem mein ganzes Herz hängt.

Seit Mai 2014 bringt der Lyrika Verlag ein Online-Magazin heraus, das in der modernen PageFlipping-Technik erstellt ist und mit Leben erfüllt wird durch Beiträge von Gastautoren und -autorinnen.

Hier der Start-Text aus der Ausgabe Mai 2014:

´Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht´.

Dass dies so ist, haben die vergangenen zwei Jahre der Lyrika Verlag-Existenz bewiesen –

den Mut, Ideen umzusetzen, vorausgesetzt.

Der Lyrika Verlag steht für Emotionen, für Gefühle in all ihrer Bandbreite. Die Möglichkeiten, diesen Ausdruck zu verleihen, sind so vielfältig wie es die Kreativität des Menschen ist:

Worte, Farben, Töne und Werkmaterialien sind ebenso unendlich in ihrer Ausdrucksmöglichkeit wie deren ganz persönlich eingefärbte Umsetzung als Autor, Komponist, Maler, Fotograf  oder Bildhauer.

Genau so schillernd in ihrer Vielfalt  sind die begehbaren Wege, sich den Themen unseres Menschseins anzunähern. Was wären wir mit all unseren, manchmal schmerzlich erworbenen Erkenntnissen/Erfahrungen, wenn wir sie nicht mitteilen würden!

Ideen sind Werkzeuge des Kreativen  –  Ideen, geboren aus Herz und Verstand. In einem dieser Augenblicke entstand die Idee zu Emotional Blue, dem Magazin für alle Themen, die emotional berühren.

Emotional Blue bietet Raum für jede Form des geschriebenen Worts, sei es Kurzgeschichte, Themenbeitrag, Betrachtung, Essay, Erzählung, Gedicht, Fabel, Märchen, Glosse…

Emotional Blue hat Platz für Bilder, seien es von Künstlerhand gemalte oder Fotografien, die Stimmungen einfangen.

Emotional Blue kommt als modernes Page-Flipping-Magazin zu seinen Lesern. Doch wie immer, wenn der Lyrika Verlag dahinter steht, geht es um die Inhalte.

Als dann! Möge dieses neue Projekt schwungvoll beginnen, gerne und oft weiterempfohlen werden und viele Leser/Innen finden.

Nun ist die fünfte Ausgabe online und ich lade jeden ein, hineinzuschauen, zu blättern, den Links zu folgen und vor allem die Vorlesefunktion zu nutzen!

EMOTIONALBLUE Ausgabe 5

 Hier der Info-Text zu dieser November- und Vorweihnachtsausgabe:

Die EMOTIONAL BLUE Ausgabe 5 ist da.

Sie kommt als Weihnnachts-Sonderausgabe zu Ihnen allen und bringt ein paar kleine Überraschungen mit sich:

Auf der Startseite begrüßt Sie, wenn Sie mögen, ein kleines Medley von Weihnachtsliedern. Die Vorlesefunktionen sind wie immer installiert, allerdings verbergen sich dahinter auf vier Seiten weitere Weihnachts-Bonbons. Bitte nutzen Sie ganz besonders bei dieser BLUE 5 ihre Lautsprecher und haben Sie viel Freude an den Beiträgen und Gedichten.

Sie meinen, es sei noch reichlich Zeit bis zur Adventszeit?

Sie haben Recht – Aber die Gastbeiträge in dieser Ausgabe verdienen es, schon vor der besinnlichen Zeit zur Verfügung zu stehen. Sie sind vielfältig wie immer: sie laden zum Schmunzeln ein, ebenso wie zum Nachklingen lassen und Bedenken.

Wenn Ihnen jetzt noch das Weihnachtslieder-Medley verfrüht erscheint – Sie haben es in der Hand, ob Sie es hören mögen oder nicht.

Diese BLUE bietet Themen, die in die dunkle, besinnlichere Jahreszeit passen.

Sie reden von Scham und Schuld (Willkommen mit dem ersten Beitrag als Gastautor Ralf Hillmann!), vom Frieden auf Erden, vom Kuss der Liebe, vom Kirchgang und dem ´Schmerzentsetzen´ (Willkommen in der EMOTIONAL BLUE, Oluf Castagne!), von Dankbarkeit, dem Gesetz der Liebe, vom Abschied mit Gefühl und vielem anderen mehr. Die ´Desiderata´  (eine Herzenssache unseres Webmasters Holger Holthaus) wartet ebenso auf Sie wie die Weihnachtsgeschichte nach dem Lukas-Evangelium und als Geschenk an die Leser und – in diesem Fall explizit! – an die Hörer der BLUE, eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte von Michael Rath, dem wir hier an dieser Stelle von Herzen DANKESCHÖN sagen dafür.

Wir, das BLUE-Team Holger Holthaus und ich, haben an dieser Ausgabe tagelang, nein wochenlang gefeilt, verändert, verfeinert, ergänzt. „Learning by Doing“ in seiner perfekten FormJ

Und wir möchten mit dieser ´etwas anderen´ EMOTIONAL BLUE unseren Dank zum Ausdruck bringen  an die vielen Gastautoren und Gastautorinnen des vergangenen Jahres 2014. Ohne Euch wäre die BLUE nur eine Idee. Ihr habt sie durch Eure Beteiligung wahr werden lassen und wir alle gemeinsam können am Ende des Jahres zufrieden zurück schauen auf ein Magazin, das seinesgleichen sucht.

Herzlichst,

Holger Holthaus und Petra Milkereit

 

Und noch etwas: Wir sammeln schon Gastbeiträge für die Neujahrsausgabe!

Interesse?

Mail an emotionalblue@email.de

DEN MUND ZU VOLL GENOMMEN

Den Mund zu voll genommen,

mal wieder zu nichts gekommen.

Nur ein erneuter Selbstbetrug,

die Sache war doch nicht wichtig genug.

 

Versprechungen in höchsten Tönen

mit Worten, so wunderbar schönen.

Verlass dich auf mich, vertraue mir?

Bist nur ein im Käfig gefangenes Tier…

 

Unzählige Dinge begonnen zu tun,

Kilometer gegangen in fremden Schuh ‘n.

Vieles gewollt, das meiste blieb liegen.

Ein stetes die eigene Seele verbiegen…

 

In bester Absicht gewollt, nicht getan –

Wieder nicht möglich,

was man eigentlich kann.

Den Konsequenzen entkommen –

Nur den Mund zu voll genommen.

 

© Petra Jähnke 2012; veröffentlicht 2013 in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ im Lyrika Verlag

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Wäre es morgen vorbei

Wäre es morgen vorbei,

würdest du Frieden mit dir machen können, oder käme das Ende zu schnell?

Würdest du Bedauern empfinden, weil so vieles noch zu tun gewesen wäre?

Hättest du noch jemandem sagen müssen, dass du ihn liebst, dass du ihn brauchst, dass er für dich die ganze Welt ist?

Könntest du loslassen in dem Bewusstsein, ein reiches Leben gehabt zu haben? Reich an Gefühlen, an Freunden, an Familie, an Vertrauen, an glücklichen Momenten?

Hättest du dich selbst genug geliebt?

Würdest du dir deine Fehler verzeihen können?

Wäre es morgen vorbei und das Ende käme zu früh für dich, dann beginne einfach jetzt – sofort – ohne Zögern – daran zu arbeiten, dass du all diese Fragen mit JA beantworten kannst.

Denn jedes einzelne JA summiert sich in dir zu einer alles erfüllenden Summe des Lebens.

Es macht dich reich, es lässt dich in dir selber Zuhause sein.

 

Handle 

Sag nicht, das mache ich später.

Tu es, wenn möglich, sofort.

 

Schieb nichts auf, werde zum „Täter“ –

Es gibt nie einen besseren Ort.

 

Es kommt nie eine passendere Zeit,

also handle und halt dich bereit.

 

 Dieses kurze Gedicht ist veröffentlicht  2012 in:  Petra Jähnke „Jetzt erst recht – Gefühlsgeschichten“

 

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Kosmos und Chaos

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer…!

Ein toller Spruch, den sicherlich viele kennen. Oftmals gehört, schief gegrinst und genickt, nicht wahr?

Solange er sich auf das Chaos eines Bürotages bezieht oder auf das Chaos in der Küche, nachdem eine Horde Kinder Kuchen zu backen versucht hat, mag das ein irgendwie witzig-tröstlicher Satz sein.

Wenn er sich allerdings auf anderes bezieht, auf schwerwiegenderes – auf Krankheiten, Diagnosen und zukunftsorientierte Orakelsprüche wie: „es könnte zu diesem oder jenem kommen“, dann wird es heftig.

Es gibt immer zwei Wege, damit dann für sich persönlich umzugehen.

Weg 1 ist,

den Mut sinken zu lassen, in Panik zu verfallen, im Selbstmitleid zu baden und alle Waffen zu strecken – gar nicht gut! Sich die inaktive Rolle im eigenen Leben überzustülpen kann nur bedeuten, dass alle anderen Einflüsse ein leichtes Spiel haben.

Wenn da keine innere Stärke mehr ist, keine Zuversicht, kein Kampfeswille – dann läuft es darauf hinaus, zu verlieren.

Weg 2 ist,

weiterhin zu lächeln, im symbolischen Sinne gemeintes Lächeln!

Die inneren Kräfte zu mobilisieren, den Vogel Strauß in den Allerwertesten zu treten und sich dem Chaos stets aufs Neue zu stellen.

Chaos bedeutet in seinem Ursprung „klaffender Raum“, „gähnende Leere“, „Kluft“. Aus dem Chaos entstand die Welt, die Ordnung, der Kosmos. Die Umgangssprache meint damit die Unordnung, das Gewirr, das Durcheinander. Also ist es unsere Aufgabe, in das Chaos unseres Lebens/unseres Körpers wieder Ordnung zu bringen.

Ohja, das kann anstrengend sein! Das kann den ganzen Menschen fordern: an Verstand und Zuversicht werden große Rationen benötigt – aber es wird wenigstens keine vorzeitig geschwenkte weiße Fahne da sein, keine Aufgabe vor dem Feind, kein hoffnungsloses Sich-fügen.

Mein Großvater sagte in solchen Situationen: „Oh ihr Kleingläubigen“ und hat damit alles ausgedrückt, wofür ich hier nun viele Worte brauchte.

Der eigene innere Kosmos hat es verdient, dass für ihn gekämpft wird gegen das Chaos, das die Vorherrschaft übernehmen will.

Also dann: Alles schwingt!

Petra

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GREIF NICHT NACH MIR

Greif nicht nach mir, kassier´ mich nicht ein!

Nur weil du mir nah bist, bin ich nicht dein.

Weil ich Freundschaft empfinde, bin ich sicherlich nicht

auf Bevormundung und Rollenvorgabe erpicht.

 

Du kennst mich, so sagst du – ich zweifle daran.

Denn wär´s  so, wüsstest du: jedes Wort ist vertan,

dass mich abbringen will von meinem eigenen Weg.

Heb sie auf, diese Stolpersteine, die du für mich gelegt!

Ich hab lange gesucht nach dem, was mich erfüllt.

Habe Lehren gezogen,  Vergangenes zerknüllt.

Hab gefunden, was wichtig für mein Leben ist –

Habe Flagge gezeigt und sie weithin sichtbar gehisst.

 

Du kennst mich, so sagst du – ich zweifle daran.

Denn wär´s  so, wüsstest du: jedes Wort ist vertan,

dass mich bremsen will ´in meinem eignen  Interesse´.

Argumente, denen ich Null Bedeutung zumesse.

Was ich tu ist mein Motor, ist mein Lebenselixier.

Welche Basis hatte der Bund zwischen dir und mir?

Wenn das Herz sich weitet, der Horizont sich erhellt,

ist es dann noch ein Freund, der den Weg mir verstellt?

 

Verharrst du im eingefahrenen Denken,

wird die Zukunft uns leider nichts Gemeinsames schenken.

Lass mir Luft zum Atmen im eigenen Revier…

Kassier´ mich nicht ein und greif nicht nach mir!

 

©Petra Jähnke, 2014

 

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ICH GEHE MEINEN WEG

Ich gehe meinen Weg, wie schwer er auch sei.

Ich gehe ihn, weil ich es will.

Jeder Schritt in die Zukunft macht mich frei.

Hinter mir Gelassenes schweigt still.

 

Habe drauf geschaut, hab´s als hemmend erkannt.

Ich drehte mich um und ging fort.

Vergangenes ist Teil vom verlorenen Land,

hat nicht Raum mehr am jetzigen Ort.

 

Meine Schritte sind sicher und ohne Scheu.

Meinen Weg erschaff´ ich beim Gehen.

Denn ich schlüpfe aus dem Kokon wie neu,

kann mich nun viel besser verstehen.

 

Spür mein Herz voller Zuversicht schlagen.

Fühl die Freude auf alles, was wird.

Mag an der Seele manch Wunde auch nagen,

doch der Knoten im Herz ist entwirrt.

 

©Petra Jähnke, 2014

Alles schwingt!

Petra

 

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