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MANCHMAL BLEIBT NUR DER BLUES

Auf der Seele liegt zentnerschwer ein Wackerstein,

jede Tasche, um ihn tragen zu wollen, wäre zu klein.

Alles klingt nur nach Fadheit,  Lügen  und Schmus!

Der Himmel so grau wie das Seelenwetter,

weit und breit nichts zu sehen von einem Retter –

                 es gibt einfach Tage, da bleibt dir nur der Blues!                    

 

Innen drin alles auf null, Emotionen hemmend,

die Atmosphäre um dich rum zutiefst beklemmend.

Nach Spott und Hohn klingt für dich jeder Gruß!

Schaust dir selber zu, als stehst du daneben,

bist ernüchtert von diesem Gleichmaß im Leben –

manchmal gibt es Tage, da bleibt dir nur der Blues!

 

 

Egal, was du anpackst, es geht alles schief,

nichts von dem, was bisher so problemlos lief

will dir heute gelingen! Wie eine Schicht Ruß

klebt in deinen Kleidern die lähmende Trägheit,  

also nimm es so an, es wird höchste Zeit:

dies ist so ein Tag, da bleibt dir nur der Blues!

 

Ist das nicht befreiend, sich im Elend zu sühlen?

In dem eigenen Seelenmorast zu wühlen?

Also hab keine Scheu, erlaub es dir, tu´s!

Lass von echten Könnern den Blues dir spielen,

die mit jeder Note auf Wehmut zielen –

Und dann ist´s so ein Tag, da lebst du den Blues!

 

© Petra Jähnke, veröffentlicht 2012 im Lyrika Verlag in „Der Koi (an) der Kü(s)ste“

 

 

Wenn du mich in meiner Gedankenwelt besuchen kommst und dir etwas durch den Kopf geht, was du ergänzen, anzweifeln oder weitergedacht haben möchtest, kommentiere bitte!
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Es ist nicht wichtig

Es ist nicht wichtig,

wie alt du nach Jahren bist, wenn dein inneres Ich zeitlos ist und du dich immer noch wie ein Kind freuen kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob du Mann oder Frau bist, wenn du Menschlichkeit leben kannst.

Es ist nicht wichtig,

ob dein Körper vom Leben gezeichnet wurde, wenn du nur deine Seele hast schützen können vor Verletzungen, die nie vergehen.

Es ist nicht wichtig,

wie lang oder kurz dein Leben auch bemessen sein wird, wenn du jeden Tag gelernt hast, die Wunder um dich herum zu sehen.

Es ist nicht wichtig,

wie viele Menschen du „Freund“ nennen kannst, wenn es nur die richtigen sind, die deinem Innersten nah kommen.

Es ist nicht wichtig,

was andere von dir denken, wenn du nur selbst weißt, wer du bist und warum du so bist.

 Foto copyright by Zwilling

Alles schwingt!

Petra

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Hoffnungen, Erwartungen und Wirklichkeiten

Wir Menschen sind schon eigenartige bis eigenwillige Geschöpfe.

Wir hoffen solange, bis es nicht mehr geht und wir als definitiv Letzte merken müssen, dass es sich nicht erfüllen wird. Egal, was wir da als Hoffnung wohlbehütet in unserem Herzen mit uns herumgeschleppt haben… Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ein Spruch, den man dann kaum ertragen kann, nicht wahr?

Wir erwarten gewisse Reaktionen, bestimmte Verhaltensweisen und wir warten, wie es ja schon als Wortstamm in diesem Verb steckt. Wir warten oft auf Re-Aktionen, weil wir selbst SO reagieren würden. Wir erwarten, dass jemand ist wie wir, sich verhält wie wir, unsere Erwartungen einfach kennen und erfüllen muss! Und so warten wir manchmal bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag – ´und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute´!

Die Wirklichkeit um uns ist sehr oft eine andere, als sie in unserem Inneren abgebildet ist. Sie ist geprägt von unserer Sicht, unseren Gefühlen und sie ist UNSERE Wirklichkeit. Schon der Mensch neben einem sieht die Welt und damit seine Wirklichkeit anders. Er speist seine Hoffnungen und seine Erwartungen aus sich selbst – wie könnte dann unser Gegenüber unsere 1 zu 1 erfüllen?

`Man lernt nie aus´- ein Satz, der zu einem geflügelten Wort wurde, der zu 100% stimmt und den trotzdem kaum einer von uns mehr hören mag. Immer, wenn wieder Hoffnungen oder Erwartungen enttäuscht werden – immer, wenn wir erneut diese Lebens-Lektion schlucken mussten, gab es mindestens einen um uns herum, der diese ´tröstliche´ Weisheit zum Besten geben musste.

Und eines ist sicher wie das Amen in der Kirche: auch in Zukunft wird sich jemand finden, der seinen Einsatz für diese vier Worte nicht verpasst…

So hüten wir also unser eigenes Hoffen und pflegen unser unermüdliches Warten, füttern damit unseren Erfahrungsschatz und modellieren unverdrossen an unserer ureigenen Wirklichkeit herum. Und ich muss ihn nun an das Ende dieser kleinen Betrachtung hängen, diesen anderen unwiderlegbaren Spruch, der fällig ist wie der fortgeschleuderte Bumerang: ´Jeder ist seines Glückes Schmied´. Allerdings schmieden an der endgültigen Form dieses Glücks unzählige zerplatzte Hoffnungen und nie erfüllte Erwartungen kräftig mit. Als dann: schmieden wir.

© Petra Jähnke 2014

Alles schwingt!

Petra

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DEN MUND ZU VOLL GENOMMEN

Den Mund zu voll genommen,

mal wieder zu nichts gekommen.

Nur ein erneuter Selbstbetrug,

die Sache war doch nicht wichtig genug.

 

Versprechungen in höchsten Tönen

mit Worten, so wunderbar schönen.

Verlass dich auf mich, vertraue mir?

Bist nur ein im Käfig gefangenes Tier…

 

Unzählige Dinge begonnen zu tun,

Kilometer gegangen in fremden Schuh ‘n.

Vieles gewollt, das meiste blieb liegen.

Ein stetes die eigene Seele verbiegen…

 

In bester Absicht gewollt, nicht getan –

Wieder nicht möglich,

was man eigentlich kann.

Den Konsequenzen entkommen –

Nur den Mund zu voll genommen.

 

© Petra Jähnke 2012; veröffentlicht 2013 in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ im Lyrika Verlag

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WORTE WIE PFEILE

Abgeschossen

warum auch immer –

Im Streit, im Affekt,

um sich zu verteidigen,

um den anderen klein zu machen,

zu verletzen.

 

Worte, Pfeilen gleich,

wie durch Butter

ungehindert

ihren Weg nehmend

und  tief ins Mark treffend,

ins Herz und die Seele zielend,

sich mit kleinen Widerhaken

unlösbar  verankernd.

 

Unsichtbare Waffen

von großer Schlagkraft

und mit nachhaltiger Wirkung.

 

Irgendwann

mit  lässiger Handbewegung

vom Tisch gewischt.

Den eigenen Seelenmüll entsorgt,

Frust abgeladen….

Andere Seelen verletzt,

Täterschaft  ohne Beweismöglichkeit.

 

© Petra Jähnke, 2012 veröffentlicht in „Jetzt erst recht – Gefühlsgeschichten“ im Lyrika Verlag

Alles schwingt – Petra

 

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SCHMERZ

nein, du wirst mir die Kraft nicht rauben

egal, wie du bohrst, wie du stichst oder brennst

nein, ich werde nie an Aufgeben glauben

auch wenn du stets da bist und mich in Wogen überrennst

nein, ich werde nie liegenbleiben

auch wenn du stark bist, alles nur noch in Grau tunkst

nein, ich lasse mich nicht zerreiben

selbst wenn du blitzende Schmerzkaskaden funkst

nein, ich werde mich dir nicht ergeben

auch wenn dir täglich eine neue Spielart einfällt

nein, selbst mit dir sind die Tage voll Leben

egal, welche neue Hürde in den Weg du mir stellst

© Petra Jähnke, 2014

Ein weiterer Text von der Thematik passend, ist hier zu finden:

http://www.petra-jaehnke.de/-g-Sorge-gut-f.ue.r-dich-g-.htm

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Glaub an dich selbst

Leichter gesagt, als getan?

Stimmt. Aber wer hat uns versprochen, dass es leicht sein wird, unser Leben?

Es gibt unendlich viele Fallstricke auf dem Weg – manche reißen uns regelrecht die Beine weg und wir sind – fast wörtlich zu nehmen – am Boden zerstört. Für das WARUM gibt es ebenso unendlich viele Gründe: Enttäuschungen – zu hohe Erwartungen an jemanden, an uns selbst – Misserfolge im Berufsleben – gescheiterte Beziehungen –  eigene Fehlentscheidungen, deren Konsequenzen an uns nagen – jeder von uns könnte weitere Beispiele aufzählen!

Was ist mit wirklich schweren Krankheiten, fragst du? Können die uns nicht den Mut rauben, uns kraftlos machen, uns aufgeben lassen wollen?

Irgendwann mag es so sein, denn du und ich, wir leben nicht ewig auf dieser wunderschönen Erde. Es wird der Tag kommen, da wir die Fahne streichen müssen, uns fügen in unser Schicksal.

Doch solange es geht, solange in uns noch Kraft und Lebensmut vorhanden ist, sollten wir nie aufgeben. Nie. Sie hat gut reden, meinst du? Ja, habe ich. ich schreibe hier nicht rein hypothetisch und gebe Durchhalteparolen aus, ohne zu wissen, worüber ich mich äußere. Ich gehe seit Jahren meinen Weg durch die diversen (chronischen) Krankheiten – unglaublich, wie viele einen Einzelnen so treffen können… Es summieren sich die unterschiedlichsten ´Defekte´ in mir, und sie sind alle keine Bagatellen. Und trotzdem ist das Leben schön! Auch wenn ich Abstriche machen muss meine Gesundheit betreffend, auch wenn ich Einschränkungen annehmen muss, auch wenn der Schmerz mein täglicher Begleiter ist.

Glaub an dich selbst, so wie ich es tue. In dir verborgen liegen so viele Kraftreserven, zapfe sie an! Gib dich nicht vorzeitig auf, denn das Leben hält schon hinter der nächsten Ecke neue Überraschungen bereit. Es mag eventuell eine Weile dauern, bis du sie erreichst, diese nächste Ecke – aber wenn, wirst du dir sagen können: Na bitte, es hat sich gelohnt, dass ich an mich geglaubt habe!

© Petra Jähnke 2014

 

Alles schwingt!

Petra

Ein wenig weiterer Lesestoff auf meiner Autorenseite:

http://www.petra-jaehnke.de/Auf-dem-nie_enden_wollenden-Weg-zu-sich-selbst.htm

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BITTEN UND GABEN

Ich bat um Nahrung

und lernte mein Wissen zu mehren

 

Ich bat um Erfüllung

und entdeckte meine Gaben

 

Ich bat um Wärme

und spürte mein Herz in mir

 

Ich bat um Wurzeln

und fand Freunde

 

Ich bat um Gesundheit

und bekam Kraft, Schmerz zu ertragen

 

Ich bat um Leben

und lernte Abschied zu nehmen

 

Ich bat um Liebe

und fand sie in mir

  

©Petra Jähnke, 25.06.2013 – veröffentlicht in „Mitten ins Herz – Voll auf den Punkt“ 2013 im Lyrika Verlag

Foto mfG Bärbel Hoffmann

 

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Es begab sich aber…

Es begab sich aber zu der Zeit,

da alle sich im Recht und Reichtum wähnten,

dass aufrechte Männer und Frauen

nicht mehr Lohn und Brot mittels

ihres Hirns oder ihrer Hände

Arbeit erwerben konnten.

Denn das Recht hatte viele Gesichter

und der Reichtum keine Heimat mehr

unter allen Dächern.

Und die Besitzer der Dächer

erschauerten bei dem Gedanken,

dass unter dem ihren

jene Gestrandeten wohnen könnten,

die aus dem großen Geldtopf des Volkes

ihr Bleiben darunter zahlen würden.

Denn auch die sich im Recht Glaubenden

misstrauten dem Recht und dem Reichtum,

die doch  für alle gelten sollten.

© Petra Jähnke, 2014

 

 

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WEDER – NOCH

Licht und Schatten dieses Lebens

liegen dicht an dicht, mein  Herz.

Aufbegehren wär´ vergebens,

macht dir nur erneut viel Schmerz.

 

Weder heiß noch kalt allein

bilden deinen Lebensraum.

Wird stets Sturm und Flaute sein

und sachter Wind am Wegessaum.

 

Gibt nicht nur ein Schwarz und Weiß.

Viele Töne sind dazwischen.

Auf dem Weg von Kind zum Greis,

wirst du deine Farben mischen.

 

© Petra Jähnke, 9/2014

 

 Alles schwingt!

Petra

 

 

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